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Handelsblatt Interaktiv, Wirtschaft und Politik, 03.09.1999
Comma Soft managt Wissen
Referenzkunde des Softwarehauses ist das Bundesfinanzministerium
agr DÜSSELDORF. Die Comma Soft GmbH, Bonn, hat
nach der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft nun
die Zulassung für eine Notierung am Neuen Markt
erhalten. (...) Geplant ist eine Kapitalerhöhung
und ein Streubesitz von über 20 %. Am Grundkapital
von 3,75 Mill. Euro ist Gründer und Vorstandsvorsitzender
Stephan Huthmacher mit 85 % beteiligt. 15 % hält
die WestLB-Tochter Westdeutsche Kapitalbeteiligungsgesellschaft
(WestKB). Huthmacher will sich im Gegensatz zur WestKB
beim Börsengang nicht von seinen Anteilen trennen.
Als Gründe für den Börsengang nannte
Huthmacher die Finanzierung des geplanten internen
und externen Wachstums im In- und Ausland sowie die
Steigerung des Bekanntheitsgrades des 1989 „in
Huthmachers Wohnzimmer“ gegründeten Unternehmens.
Eine Prognose zur wirtschaftlichen Entwicklung der
Comma Soft wollte er indessen nicht abgeben. Angepeilt
würden in den nächsten Jahren aber Wachstumsraten
im zweistelligen Bereich. Die Zahl der Mitarbeiter
soll von jetzt 130 auf 270 in 2002 steigen.
Der Umsatz stieg 1998 um 33
% auf 13,2 Mill. Euro. Knapp zwei Drittel davon entfielen
auf den Bereich
Consulting. Die beiden Comma-Produkte infonea® ,
eine intelligente Inhouse-Informations- und Suchmaschine,
und helpLine® , eine Helpdesk-Software, z.B. für
Computer-Telephon-Integration, haben gerade erst die
Marktreife erreicht. 45 % des Umsatzes entfällt
auf Banken und Versicherungen, 40 % auf Behörden
und Verbände. Gezählt werden 250 Kunden,
darunter die Bundesministerien für Finanzen und
Verteidigung, Daimler und die WestLB.
Das Ergebnis vor Steuern und
Zinsen (Ebit) kletterte von 2,2 Mill. Euro 1997 auf
4 Mill. Euro in 1998. Der
Jahresüberschuss nach US-GAAP stieg von 0,7 Mill.
Euro auf 2,9 Mill. Euro. Das Unternehmen habe von Anfang
an positive Zahlen geschrieben.
Comma Soft unterstütze große Organisationen
dabei, aus umfangreichen Datenmengen die relevanten
Informationen herauszufiltern. Da das effiziente Management
von Wissen immer wichtiger werde, steige der Bedarf
an Informationsverwaltungssystemen in Zukunft deutlich
an. Für das Jahr 2000 wird mit einem weltweiten
Marktvolumen im Bereich Knowledge Management von 6,7
Mrd. $ gerechnet. Das entspreche einem Wachstum von
275 % gegenüber 1998.
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