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Screen Business Online, 2000
Wissen im Umlauf
Knowledge-Management
wird mehr und mehr zum integralen Bestandteil
von Intra-
und Extranetlösungen. Der zweite Teil der SBO-Serie widmet sich innovativen
Ansätzen für den Umgang mit speicherbarem Wissen.
(...) "Grundsätzlich wird heute im Zusammenhang mit Knowledge-Management
immer noch viel zu kurz gedacht", schildert Stephan Huthmacher, Vorstandsvorsitzender
der 1989 gegründeten Comma Soft AG ("The Knowledge People"), seine
Erfahrungen, Knowledge Management ist eben kein besseres Dokumentenmanagement.
Im Gegenteil: Es ist enorm vielseitig und definiert sich aus strukturierten und
vernetzten Informationen unterschiedlichster Art. "Wer nur in Dokumenten
denke, der verpasse die Chancen, die ihm echtes Knowledge-Management bieten kann. |
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Strukturen für das menschliche
Chaos
(...)Daher gilt das ungeschriebene Gesetz "Experte
geht vor Dokument": Wissensbeschaffung, Wissensentwicklung
und Wissenstransfer werden immer stärker personalisiert
und kommen damit wieder der traditionellen Wissensvermittlung
nahe, die seit Menschengedenken von Person zu Person
funktioniert. "Die Informationsbewertung gewinnt
immer mehr an Bedeutung", glaubt Huthmacher. "Denn
die individuelle Bewertung hält den internen Wissensmarkt
lebendig, macht die Projektabwicklung schneller, fördert
Innovationen und dient nicht zuletzt der Mitarbeitermotivation."
(...) Häufig vernachlässigt und unterschätzt
werden aber immer noch die Rahmenbedingungen - oftmals
auch als "Wissenskultur" apostrophiert. Denn
für eine Vielzahl der Unternehmen, die Knowledge-
Management ernsthaft und erfolgreich implementieren
wollen, steht parallel auch die Unternehmensorganisation
und -kultur auf dem Prüfstand. Das gleichrangige
Nebeneinander von Wissens- und Change-Management wird
aber laut Huthmacher oftmals erst zu spät erkannt.
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